21.07.2005
Halbjahresergebnis 2005: DVB mit Betriebsergebnissteigerung von 43,5 % weiter in starkem Aufwind
Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge stieg im ersten Halbjahr 2005 um 43,5 % auf 33,3 Mio €. Das Halbjahresergebnis konnte somit an die positive Geschäftsentwicklung des ersten Quartals 2005 nahtlos anknüpfen. Die Regulären Erträge (Zins-, Provisionsüberschuss und Nettoertrag aus Finanzgeschäften) erreichten im ersten Halbjahr 2005 81,8 Mio € (+ 20,8 %). Der Zinsüberschuss erhöhte sich dabei um 6,3 % von 51,0 Mio € auf 54,2 Mio €. Überdurchschnittlich fiel die Verbesserung des Provisionsergebnisses mit einem Anstieg um 32,4 % von 18,8 Mio € auf 24,9 Mio € aus. Der Verwaltungsaufwand stieg im ersten Halbjahr 2005 um 5,0 % von 46,1 Mio € auf 48,4 Mio €. Dieser Anstieg reflektiert im wesentlichen zusätzliche Rückstellungen für variable Boni, die im Rahmen des Vergütungssystems für die Übererfüllung von Ergebniszielen notwendig wurden, sowie die Einstellung neuer Spezialisten, die für die weitere Geschäftsausweitung benötigt werden. Der Sachaufwand blieb unverändert. Im ersten Halbjahr 2005 brauchte für das Kreditgeschäft keine Risikovorsorge vorgenommen werden. Im Gegenteil: es konnten Wertberichtigungen im Umfang von 1,7 Mio € aufgelöst werden. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verbesserte sich somit zum 30. Juni 2005 um 42,6 % auf 33,8 Mio €. Wolfgang F. Driese, Vorstandsvorsitzender der DVB Bank AG, sagte bei Vorlage des Halbjahresergebnisses: "Ich freue mich sehr, über einen derart positiven Ergebnissprung in der ersten Jahreshälfte 2005 berichten zu können. Wir konnten erneut profitieren von anhaltend hohen Zinsmargen im Neugeschäft, aber auch von einer erheblichen Nachfragesteigerung nach unseren Corporate Finance Produkten. Es handelt sich um ein außergewöhnlich gutes Ergebnis, und ich bin überzeugt davon, dass unsere Aktionäre auch für das Gesamtjahr mit einem sehr guten Ergebnis rechnen können. Allerdings werden die Zuwachsraten im zweiten Halbjahr vermutlich nicht so spektakulär wie im ersten Halbjahr ausfallen. Für den weiteren Geschäftsverlauf sind wir positiv eingestimmt, weil wir davon ausgehen, dass sich die anhaltend gute Entwicklung im Passagier- und Güterverkehr in allen großen Verkehrssegmenten fortsetzt. Hierfür gibt es eine Reihe von Indikatoren; lediglich von den Rohölpreisen geht eine gewisse Unsicherheit aus, denn exorbitant hohe Ölpreise könnten eine Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums und damit auch des Verkehrswachstum nach sich ziehen. In den kommenden Monaten werden wir unser Kerngeschäft weiter ausbauen und uns auf die Ausweitung unserer Corporate Finance Dienstleistungen sowie die Einführung neuer Finanzprodukte konzentrieren. Die Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten wird dabei auch weiterhin von einem aktiven Risikomanagement begleitet werden." Die Summe der Aktiva stieg gegenüber dem Jahresende 2004 um 11,0 % von 9,25 Mrd € auf 10,27 Mrd €. Das Kundenkreditvolumen (valutierte Kredite, Kreditzusagen, Garantien, Avale und Kreditäquivalenzbeträge für Derivategeschäfte) nahm um 18,9 % von 8,16 Mrd € auf 9,70 Mrd € zu. Der Anstieg des Kundenkreditvolumens um 1,54 Mrd € entfiel je zur Hälfte auf Neugeschäft und einen stärkeren US-Dollar. Im Gesamtportfolio erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2004 der Anteil von Shipping Finance von 52,6 % auf 53,0 %. Der Portfolioanteil von Aviation Finance stieg von 27,0 % auf 29,2 %. Der Portfolioanteil von Land Transport nahm von 11,0 % auf 9,5 % ab, während der Anteil von Transport Infrastructure von 6,4 % auf 5,9 % zurückging. Der Return on Equity betrug für das erste Halbjahr 2005 18,9% (2004: 13,1%). Die Cost-Income-Ratio reduzierte sich im ersten Halbjahr 2005 weiter auf nunmehr 56,3%, nach dem sie im Vorjahreszeitraum noch bei 63,0% gelegen hatte. Die Gesamtkapitalquote (KWG) belief sich auf 8,8 % gegenüber 10,7 % zum Jahresende 2004 und die Kernkapitalquote lag bei 5,6 % gegenüber 6,7 %. Die niedrigeren Kapitalquoten spiegeln teilweise Währungsveränderungen wieder. Ein Großteil des Kreditgeschäfts der DVB wird in US-Dollar abgeschlossen. Entsprechend drückte sich der gegenüber dem Euro im ersten Halbjahr 2005 wieder an Stärke gewonnene US-Dollar in höheren Finanzzahlen auf Euro-Basis aus.
